Wohin entwickeln sich die Bauzinsen dieses Jahr?

Shownotes

Nach Jahren extremer Zinsschwankungen hoffen viele Immobilienkäufer und Eigentümer auf mehr Stabilität am Markt. Doch obwohl die EZB die Leitzinsen weitgehend stabil hält, bleiben Baufinanzierungen weiterhin vergleichsweise teuer. Woran liegt das eigentlich?

In dieser Folge spreche ich darüber, warum die Kapitalmärkte aktuell wichtiger sind als die reine EZB-Politik, weshalb geopolitische Krisen und steigende Energiepreise wieder Druck auf die Zinsen ausüben und warum Banken zunehmend zwischen effizienten und sanierungsbedürftigen Immobilien unterscheiden.

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00:00:15: In unserem Format.

00:00:17: frag Janina, stellt ihr die Fragen zum Immobilienmarkt und ich antworte.

00:00:22: Die Fragen lassen wir immer kurz einsprechen – heute lautet sie so!

00:00:34: Wer Anfang des Jahres gehofft hat, dass die Bauzinsen auch mal deutlich runterkommen, der wurde bisher eher enttäuscht.

00:00:42: Denn obwohl die Europäische Zentralbank die Leitzinsen inzwischen weitgehend stabil hält, bleiben die Immobilienzins überraschend hoch.

00:00:50: Aktuell bewegen sich viele klassische Baufinanzierungen mit zehn Jahren Zinsbindung immer noch irgendwo zwischen etwa drei einhalb und vier Prozent.

00:01:00: Viele Menschen schauen immer noch auf den Leitzins und denken, wenn die Zentralbank die Zinsen nicht erhöht oder sogar senkt, müssten Immobilienkredite doch automatisch günstiger werden.

00:01:10: Aber so einfach funktioniert das leider nicht!

00:01:13: Bauzinsen hängen nämlich viel stärker an den langfristigen Kapitalmarkt-Zinsen – also zum Beispiel an den Renditen zehnjähriger Bundesanleihen oder Pfandbriefe.

00:01:23: Und genau dort sehen wir aktuell wieder Aufwärtsdruck.

00:01:27: Der Hintergrund ist vor allem die Unsicherheit an den Märkten, geopolitische Konflikte steigende Energiepreise, Inflationsängste und gleichzeitig hohe Staatsausgaben in vielen Ländern sorgen dafür dass Banken und Investoren wieder höhere Renditen verlangen.

00:01:44: Und das schlägt sich bis auf deine Immobilienfinanzierung durch.

00:01:48: Aber obwohl die Zinsen nicht sinken, zieht der Markt langsam an.

00:01:53: Viele Käufer haben einfach akzeptiert, dass wir nicht mehr zu den ein Prozent-Zinsen zurückkehren.

00:01:59: Aktuell spricht für das zweite Halbjahr vieles dafür, dass die Bauzinsen eher seitwärts laufen oder leicht steigen könnten.

00:02:06: Einige Experten halten sogar Werte von über vier Prozent für möglich wenn Inflation und Energiepreise weiter anziehen.

00:02:13: Wenn du kaufen willst, dann sehen wir dass Banken aktuell energetisch gute Immobilien leicht bevorzugen.

00:02:20: Effiziente Gebäude bekommen teilweise bessere Finanzierungskonditionen während schlechte Energieklassen für Banken zunehmend zum Risiko werden.

00:02:28: Der Immobilianmarkt trennt sich gerade immer stärker in zwei Welten – auf der einen Seite moderne oder sanierte Immobilie mit stabiler Nachfrage und guter Finanzierbarkeit Auf der anderen Seite energetisch schlechte Gebäude mit höherem Sanierungsdruck, schlechteren Finanzierungsbedingungen und steigenden laufenden Kosten.

00:02:49: Viele Käufer warten nicht mehr auf die perfekte Zinssituation sondern rechnen wieder stärker langfristig Und genau das könnte dazu führen dass wir im zweiten Halbjahr trotz höherer Finanzierungskosten wieder mehr Bewegung im Markt sehen.

00:03:04: Aber denkt daran Nicht nur der Zinssatz entscheidet darüber, ob eine Immobilie wirtschaftlich ist sondern vor allem die Gesamtrechnung aus Kaufpreis, Energiekosten, Mietpotenzial und langfristiger Wertentwicklung.

00:03:20: Wie immer kurz und knackig!

00:03:22: Das war es für diese Woche.

00:03:24: Wenn ich eure Fragen beantworten soll ihr euch zum Immobilienmarkt mit mir austauschen möchtet oder Ihr Unterstützung bei der Finanzierung benötigt.

00:03:32: meldet Euch bei mir gerne via Instagram oder LinkedIn.

00:03:37: Bis bald, macht's gut und ciao!

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